Freitag, 27. Juni 2008

Heute ist der Siebenschläfertag

Bauernregeln
Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.
Wenn's am Siebenschläfer regnet, sind wir sieben Wochen mit Regen gesegnet.
Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.
Wie's Wetter am Siebenschläfertag, so der Juli werden mag.
Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, dann regnet’s ganze sieben Wochen.
Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass.
Regnet's am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag.

Legende
Seinen Namen verdankt der Siebenschläfertag nicht der gleichnamigen Schlafmaus, sondern einer alten Legende. Nach der versteckten sich sieben Freunde − Maximian, Malchus, Martinian, Dionysius, Johannes, Serapion und Constantin − zur Zeit der Christenverfolgung im Römischen Reich, unter Kaiser Decius im Jahre 251 in einer Höhle bei Ephesus (heute Westtürkei) und wurden lebendig eingemauert. Sie fielen in einen tiefen Schlaf und wurden ungefähr 200 Jahre später an einem 27. Juni wieder befreit.

Gefunden bei Wikipedia

Dienstag, 24. Juni 2008

Ribbeln sie auf

Seit Samstag stricke ich mit dem wundervollen bunten Sockengarn.
Ich habe mir überlegt, ob ich die Socken meinen Kindern schenken soll, oder ob sie für mich sein sollen.
So ganz habe ich mich gedanklich noch nicht von ihnen lösen können.
Ich habe ersteinmal mit dem Bündchen angefangen und gehofft, dass das Problem sich mit der Zeit von alleinen lösen wird.
Dann, plötzlich stellt sich eine neues Problem - wie stricke ich die Ferse?
Die Kappen - Ferse ist die einzige Strickart die ich kenne. Ich habe mir aber ein wunderschönes Muster herausgesucht, mit
einer Bumerang-Ferse. Ich kam zu dem Schluss, dass sich die Steifen dabei besser machen.
Ich setzte mich also in meinen Sessel und fing an, ribbelte auf, fing wieder an, ribbelte auf usw. bis ich die Geduld verlor.
Dann kam mir die glorreiche Idee es mir zeigen zu lassen. Da ich in einem Haus mit alten Menschen arbeite, war ich davon überzeugt, dass eine der alten Damen sicher weiß wie es geht. Mit Strickzeug bewaffnet ging ich zur Arbeit.
Ich fragte all die Damen, von denen ich weiß, dass sie stricken können. Jedoch alle konnten nur die Käppchen-Ferse.
Mit meinem Strickmuster kamen sie genauso wenig zurecht wie ich.
Die Guten wollten mir aber irgendwie helfen und begannen mir Ratschläge zu geben. Es begann mit: "Nehmen sie doch einen Käppchen -Ferse, von einer Bumerang - Ferse haben wir noch nie was gehört und es ging auch immer so." Bis: "Ribbeln sie das ganze auf. Aus der Wolle bekommen sie einen schönen Pullover."
So trennten wir uns wieder voneinander und ich stand mit meinem Strickzeug unverrichteter Dinge da.
Aber ich hatte einen Stein ins rollen gebracht. Nach und nach kamen sie wieder, zeigten mir ihre Handarbeiten. Wunderschöne Arbeiten, die sie vor Jahren gemacht hatten: "Das ist von damals, als ich noch besser sehen konnte", oder, " als meine Finger noch nicht so steif waren", sagte sie.
Selbst gebasteltes und selbstgemachten Schmuck haben sie mir gezeigt. Alle lachten, holten sich Kaffee und erzählten von Damals. Plötzlich war unwahrscheinlich viel Trubel um mich herum. Selbst der Big Boss, der mehrmals unseren Weg kreuzte, freute sich und die Mundwinkel gingen bis zu den Ohren.
An Tage wie diese liebe ich meinen Job
Frage alte Menschen um Rat und Hilfe und du machst sie glücklich.

Samstag, 21. Juni 2008

Bunte Sockenwolle und Herdule Poirot

Die Woche verlief im alten Trott - Arbeit, nach Hause, Einkaufen, Kochen, Schlafen und morgens wieder los zur Arbeit.
Diese ist wieder anstrengend. Wir haben eine alte Dame dort, die trotz schwerer Krankeit, sobald es ihr etwas besser geht,
das Krankenhaus verlässt. Das setzt unsere Nerven unter Druck.
Da muss man sich seine Glücksmomente selber schaffen.

Am Abend es sich gemütlich machen und fleißig Stricken. Ich habe eine wunderschöne bunte Sockenwolle.

Dienstag, 17. Juni 2008

Der Panter

Heute hat mir eine E-Mail Freundin -Peszi www.peszi.de -
das Bild dieses Panters geschickt und mir viel gleich das Gedicht von Rilke ein, das ich sehr mag.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Fröhlicher Regen

Wie der Regen tropft,
An die Scheiben klopft,
Jeder Strauch ist naß bezopft.

Wie der Regen springt!
In den Blättern singt
Eine Silberuhr.
Durch das Gras hin läuft,
Wie eine Schneckenspur,
Ein Streifen weiß beträuft.

Das stürmische Wasser schießt
In die Regentonne,
Daß die überfließt,
Und in breitem Schwall
Auf den Weg bekiest
Stürzt Fall um Fall.

Und der Regenriese,
Der Blauhimmelhasser,
Silbertropfenprasser,
Niesend faßt er in der Bäume Mähnen,
Lustvoll schnaubend in dem herrlich vielen Wasser.

Und er lacht mit fröhlich weißen Zähnen
Und mit kugelrunden, nassen Freudentränen.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Der Duft der Kindheit


Heute habe ich von einer Kollegin, Rhabarber bekommen - frisch aus dem Garten.
Natürlich habe ich mir sofort Erdbeeren gekauft und eine Marmelade gekocht.
Sie ist fantastisch gelungen.Der Duft ist durch die ganze Wohnung gezogen und lässt mich an
wunderschöne Sommertage im Garten meines Vaters denken und wie es war,
wenn meine Mutter genau diese Marmelade kochte und ich ihr als Kind dabei zusah.