Dienstag, 21. Oktober 2008

Spuk in der Herrentoilette

Wie überall gibt es, dort wo viele Menschen ein und aus gehen, auch in dem Haus für betreutes Wohnen, Gästetoiletten.
Sie sind nichts besonderes - eben ganz gewöhnliche Toilette. Eine für die Damen und eine für die Herren.
Vor einiger Zeit jedoch, schien sich in der Herrentoilette etwas seltsames abzuspielen.
Wenn es ruhig im Hause war, hörte man es ganz deutlich.
Es rauschte!
Irgendjemand betätigte die Spülung, ohne das man jemanden hineingehen oder herauskommen sah.
Wir vermuteten dass vielleicht ein Rohr durch dieses Raum führt und man das Rauschen des Wassers hört, wenn in den oberen Etagen abgezogen wird. Aber nein - da ist kein Rohr auf das diese Vermutung zutreffen könnte.
Jedoch von Zeit zu Zeit rauschte das Wasser durchs Becken und es geschah immer öfter.
Die alten Leute in dem Haus wurden unruhig - man rätzelte herum.
Die nächste Vermutung war, ein Streich der von irgendjemanden gespielt wurde- aber wie sollte das gehen?
Einmal, Herr ... saß gerade und war sehr beschäftigt, da rauschte das Wasser geradezu unter ihm her und bespritze ihn total.
Wieder wurde Diskutiert und man kam zu keiner Lösung.
Vor ein paar Tagen, meine Kollegin und ich standen vor der Türe der Herrentoilette und sprachen gerade über das Problem, hörten wir wieder die Spülung rauschen. Wir stürmten den Raum um zu sehen wer dort abzog. Niemand, außer wir beide waren dort!
Man begann schon an Geister und Spuk zu glauben, bis mein Sohn, dem ich die Geschichte erzählte, mir die Lösung des Rätsel gab.

Wenn es in das Wasserbecken der Spülung hineinetropft, und kein Überlauf da ist, zieht sich die Toilette selbständig ab um ein Überlaufen zu verhindern.

Der Schaden ist inzwischen behoben, aber irgendwie war die Aufllösung des Rätsel enttäuschend.

Die Vorstellung, vom Geist der die Wasserspülung benutzt, hat allen besser gefallen.

Freitag, 17. Oktober 2008

Wiedersehen mit Irland

Morgen ist es Woche her, das ich aus Dublin zurück bin.
Schrieb ich wirklich: Alte Heimat?
Das war es wohl doch nie. Man hat sich eingewöhnt, den Gegebenheiten angepasst
und das Beste daraus gemacht
Voller Erwartung was auf mich zukommen mag saß ich im Flieger und wartete auf meine eigenen Reaktionen.
Dann stieg ich aus, ging durch den Zoll, holte mein Gepäck und verließ den Flughafen.
Es war, als sei ich nie weg gewesen. Ich war versucht zum Parkhaus zu gehen um mein Auto zu holen. Jedoch wurde ich dieses mal abgeholt, denn ich habe dort kein Auto mehr.

Wir fuhren durch die Straßen. Die Busse brausten mit ohrenbetäubendem Lärm an uns vorbei und Menschen hasteten durch den Nieselregen ohne auf Verkehrsampeln zu achten.
Rechts und links waren Shop´s - meist klein und schmudelig.
Irgendwie war ich zufrieden. War Irland doch immer ein Teil meines ruhelosem Lebens gewesen,
so wusste ich jetzt, dass es vorbei ist. Irland - da habe ich einmal gelebt - ich bin jetzt nur Tourist. Die Bindung, die manchmal bedrückend
mein Herz umklammerte, ist aufgelöst.
Ich schaue es mir an und kann unbeschwert wieder gehen.
Ihn traf ich auf der O´Connel Street. Ein Leprechaun. Er ist ein recht bösartiger und geldgieriger Zwerg, der am Ende eines Regenbogens einen Topf voller Gold versteckt hat.
Selbst dieser hier ließ sich erst fotografieren als ich ihm versprach, danachGeld in seinen Hut zu werfen.
Hier wird vor Dublins berühmtestem Cafe´, das Cafe´Bewleys, Musik auf einer Säge gemacht

Eine Frau, die Gegenüber dem Trinity College, auf einer selbstgebauten Harfe, wunderschöne Melodien spielt. Die Spendendose steht zu ihren Füßen.
Die Armut in Irland hat viele Gesichter.

Freitag, 3. Oktober 2008

Auf, in die alte Heimat

Heute ist ein sonniger Tag und ich hoffe dass das schöne Wetter nicht nur hier ist,
sondern auch in den westlicherem Teil Europas. Heute fliegen ich nach Irland,
Ich bin schon ziemlich nervös und habe ein Kribbeln im Bauch. Geht es doch in meine alte Heimat.
Der Anlass ist nicht gerade sehr erfreulich. Mein dort lebender Sohn, muss an den Venen operiert werden
und da dort leider nur das Prinzip der Polio - Kliniken ist, schickt man ihn, wenn alles gut verlaufen ist,
gleich wieder nach Hause. Er kann aber nicht so alleine in seiner Wohnung bleiben, also fliege ich rüber.
Es geht, genauer gesagt in die Hauptstadt, nach Dublin.
Ich bin schon sehr gespannt, wie Irland mich empfangen wirdund wie meine Gefühle sein werden, wenn ich nach so vielen Jahren wieder dort bin.