Mittwoch, 17. Dezember 2008

Holle, weiße Wunderfrau

Holle, weiße Wunderfrau,
Hast viele Gesichter, doch ich kenn´sie genau:
Wenn der Frühling zieht wohl übers Land,
zeigst Du uns Dein jungfräulich´ Gewand.
Und wenn im Mai die Blüten erblüh´n,
dann strotzt Du vor saftigem, satten Grün.
Wenn Elfen tanzen zur Mittsommernacht,
zeigst Du Dich in Deiner Hochzeitspracht.
Die Blütenküchlein mit Zucker bestreut
hätten auch Lady Titania erfreut.
Und kommt im Herbst die Erntezeit,
hälst Du deine schwarzen Beeren bereit.
Ihr dunkelroter, süßer Saft
gibt zur dunklen Zeit uns rechte Kraft.
Und kommt der Winter dann, der kalte,
bist Du ganz die knorrige Alte:
Während wir huldigen der Mütternacht,
hälst Du über die tote Seelen Wacht.
Holle, Du Holde, Du Heilende, Du Weise,
Gelobt sei Dein Name, gepriesen Deine Speise.
Du zeigst Dich als Junge, als Reife, als Alte
und nährst unser Feuer, vertreibst alles Kalte.
Verfasser Andrea Homersen

1 Kommentar:

lavendelherz hat gesagt…

huhu elsbeth, ein schönes Gedicht hast Du da ausgesucht, liebe Grüße Petra