Donnerstag, 24. Juni 2010

Auf meinem Balkon


In der Pappel vor meinem Haus scheint ein Amselpaar ihr Nest gebaut zu haben.
Ich sehe sie den ganzen Tag hin und her fliegen.
Mehrmals täglich setzt sich einer von ihnen auf meinen Balkon, ruht sich aus und singt ein Lied. Das hört sich nicht nur sehr schön an, sondern ist aus so kurzer Distanz auch unheimlich laut. Ich versuche mich dann im Wohnzimmer nicht zu Bewegen um sie nicht zu vertreiben.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Sahneschlacht

Ich habe ein Ehrenamt und betreue alte Menschen. Gestern und heute war es wieder soweit und habe ich für meine Leutschen gebacken.
Neben einem Rhabarberkuchen habe ich einen Fantakuchen gebacken.
Kennt ihr den? Sieht lustig aus und schmeckt nicht nur Kindern.
Es sollte dazu natürlich Sahne geben.
Die wollte ich selber schlagen, weil es einfach besser schmeckt. Ich schüttete also 3 Töpfchen flüssige Sahne in eine passende Schüssel und begann mit dem Mixer sie zu schlagen. Gerade als ich noch ein Löffelchen Vanillezucker hineinstreuen wollte und ich die Schüssel losließ passierte es. Ein Schneebesen löste sich vom Mixer, verhakte sich mit dem anderen Schneebesen und alles wirbelte samt Schüssel herum. Ich konnte den Mixer gar nicht so schnell ausstellen. 600ml halbflüssige Sahne hingen in der Küche und an meinen Kleidern.
Ich war vorne schneeweiß und ich sah aus, wie nach einer Tortenschlacht.
Meine Kollegin bekam vor Lachen bald keine Luft mehr.
Aber könnt ihr euch vorstellen wie meine Kleidung aussah als ich damit nach hause ging? Natürlich reinigte ich sie, so gut ich konnte bevor ich ging, aber alles roch ein bisschen muffig. Ich schaut mich immer wieder um, um zu sehen ob mir ein paar Fliegen folgen

Sonntag, 20. Juni 2010

Sommersonnenwende

Ich wünsche euch alles Gute und einen schönen Mittsommer

caspar david friedrich

Donnerstag, 17. Juni 2010

Notizen

Habt ihr noch ein paar alte Glühbirnen übrig?
Man kann damit sogar noch Geldverdienen.
Seht euch mal den Preis an.

Dienstag, 15. Juni 2010

Ein unruhiges Jahr

Wo fange ich an? Wann fing alles an? Gefühlsmäßig Weihnachten.
Ich war, wie auch im Jahr davor, in Schottland bei meinen Kinder.
Schon die Reise war beschwerlich und voller Hindernisse. Der viele Schnee machte uns dort das Leben auch nicht gerade einfacher - aber ich glaube ich brauche niemanden an den langen und kalten Winter erinnern. Alles schien irgendwie nicht gut zu laufen und einige Erkenntnisse zu Geschehnissen in der Vergangenheit standen auch an.
Mit einer Margen und Darmgrippe kam ich zurück. Ich glaube so etwas hatte ich das letzte mal vor ...zig Jahren
Seit Januar arbeite ich nur noch zweimal in der Woche ehrenamtlich. Mein vorheriger Arbeitsplatz (im selben Haus) wurde auch durch niemand anderen besetzt.
Im Februar nahm ich meinen Geburtsnamen wieder an und wieder schien dadurch ein Stein ins Rollen zu kommen.
Ich beschäftigte mich sehr mit meiner Familie und ihrer Geschichte und verstand mehr, warum was war. Warum jemand so und nicht anders handelte. Ich söhnte mich mehr mit ihr und auch mit mir selber aus.
Jedoch die Unruhe in mir wuchs. Eine mir schon lange bekannte Aufbruchstimmung machte sich weiter in meinem Inneren breit.
Es ist das Gefühl , dass sich alles verändert
Im April verlobte sich meine Tochter. Gleichwohl das keine wirkliche Überraschung war. Überraschend war nur der Zeitpunkt.
Heute wachte ich mit dem Gedanken auf, dass mein Leben ein einziges Chaos ist.
Das habe ich immer, wenn ein Lebensabschnitt endet und das andere noch nicht angefangen hat, oder ich nicht weiß wie es weitergehen wird.

Ich ging zur Arbeit und stellte fest, dass das "Haus für betreutes Wohnen" in dem ich tätig war und bin, nicht mehr in dieser Form existiert. Das erklärt natürlich vieles worüber man sich dort Gedanken gemacht hat. Warum Personal abgebaut wurde ( erst hieß es nur: sparen) Warum auch keine 1Eurojobber mehr angefordert wurden, wo man doch sonst gerne auf deren Hilfe zurückgriff. Warum immer weniger öffentlich Aktivitäten stattfanden.
Das "Haus für betreutes Wohnen" nennt sich nun "Haus mit Service und Nachbarschaft"
Ich bin ersteinmal platt. Der Service, wie zB die Pflege, musste schon immer extra bezahlt werden, ja und Nachbarschaft...??????die hat jeder. Diese Bezeichnung sagt gar nichts!
Mein Ehrenamt behalte ich noch, wobei die Betonung auf noch liegt
Und irgendwie stimmt es: Es löst sich mal wieder alles auf.
Bis jetzt stecke ich noch fest und weiß nicht wohin der Lebensweg mich führen soll.
Ich bin gespannt, was sich neues anbieten

Samstag, 12. Juni 2010

Bücher im Regen

Einmal im Jahr geht es auf die Königsalle zum Bücherbummel.
Buchgeschäfte und Verlage bis hin zum Staatsarchiv, alle stellen ihre Bücher aus - meist antiquarisch.
Ich bin auf den Suche nach einem bestimmten Kochbuch das mir beim Umzug von Irland nach Deutschland verloren ging und ich hoffte beim Bücherbummel das gleiche Exemplar noch einmal zu finden.
Die große Hitze ist vorbei und über dem Düsseldorfer Himmel lag eine dicke, gelblich-graue Wolkenschicht .
Als ich mich auf den Weg machte und ich die Straßenbahn bestieg, begann es zu nieseln. Der Nieselregen wurde immer heftiger und als ich an der Heinrich-Heine-Allee ausstieg, sah man nur noch Menschen mit Schirme.
Leider besserte sich das Wetter nicht und die vielen, wundervollen Wühltische mussten mit Planen abgedeckt werden.
Mit dem Stöbern wurde das also nichts. Die Zelte zeigten nur ein Bruchteil des Angebotes. Alles was ich erbeutete war ein neues Programm der VHS und einen Einkaufsbeutel mit der Aufschrift "Lesen Sie doch Bücher! Einige von ihnen wurden speziell dafür geschrieben."
Das ist mir noch nie passiert, dass ich ohne Bücher wieder nach Hause gehe. Frustriert bahne ich mir meinen Weg durch verwaiste Würstchen und Waffelbuden.
Am Ende der Kö ist ein großes Auktionhaus das seinen wilden Tiere Ausgang gewährte.
Das Krokodil schien bei dem nassen Wetter ein kampflustiges glitzern in den Augen zu haben. Dagegen wirkte der Löwe ehe wie ein begossener Pudel
Zurück ging ich den Weg auf der anderen Straßenseite, wo ein Maler von New York träumte.
Und wie es nicht anders sein kann war da auch noch ein Stand der Scientology. Gleich rief mir jemand die Frage zu, ob ich meinen Stressfaktor nicht kostenlos testen lassen wolle. "Keine Zeit! Bin im Stress!" rief ich zurück und machte mich davon.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Day of Song

Das Ruhrgebiet wurde zur Kulturhauptstadt erklärt und am Samstag den 5.Juni war der "Day of Song" Da wurde jeder der Lust hatte zum Mitsingen eingeladen.
250 000 Menschen folgten diesem Ruf und gingen in die Schalke Arena.Hier eines meiner Lieblingsarien. Während 250 000 sangen standen in der Mitte Gehörlose die den Chor der Gefangenen mit ihren Händen in der Gebärdensprache mitsangen. Ich war tief berührt

Samstag, 5. Juni 2010

Flohmarkt

Einmal im Jahr ist in dem Stadtteil in dem ich wohne Straßenflohmark und jetzt ist es wieder so weit.
Ich bin kein Liebhaber von Flohmärkten und deren Atmosphäre, aber wenn ich zum Supermarkt will, muss ich hindurch, denn die Stände säumen rechts und links die Straße. Gekauft habe ich noch nie etwas, bis auf heute.
Im Vorbeigehen sah ich zwei Schüsseln in verschiedener Größe. Sie kosteten zusammen nur 1,50 Euro und zu diesem Preis musste ich sie einfach mitnehmen. Ich glaube nicht, dass sie wervoll sind, aber ich finde sie schön.

Freitag, 4. Juni 2010

Es ist Sommer

Endlich ist der Sommer angekommen und schon geht das Schwitzen los, aber auch das Genießen
Im Garten, auf dem Balkon oder in einem Biergarten sich entspannen. Ein Eis essen, frische Erdbeeren kaufen.
Das Rauschen der Bäume, das Zwitschern der Vögel und dem Summen der Insekten lauschen.
Ist das nicht schön?