Dienstag, 15. Juni 2010

Ein unruhiges Jahr

Wo fange ich an? Wann fing alles an? Gefühlsmäßig Weihnachten.
Ich war, wie auch im Jahr davor, in Schottland bei meinen Kinder.
Schon die Reise war beschwerlich und voller Hindernisse. Der viele Schnee machte uns dort das Leben auch nicht gerade einfacher - aber ich glaube ich brauche niemanden an den langen und kalten Winter erinnern. Alles schien irgendwie nicht gut zu laufen und einige Erkenntnisse zu Geschehnissen in der Vergangenheit standen auch an.
Mit einer Margen und Darmgrippe kam ich zurück. Ich glaube so etwas hatte ich das letzte mal vor ...zig Jahren
Seit Januar arbeite ich nur noch zweimal in der Woche ehrenamtlich. Mein vorheriger Arbeitsplatz (im selben Haus) wurde auch durch niemand anderen besetzt.
Im Februar nahm ich meinen Geburtsnamen wieder an und wieder schien dadurch ein Stein ins Rollen zu kommen.
Ich beschäftigte mich sehr mit meiner Familie und ihrer Geschichte und verstand mehr, warum was war. Warum jemand so und nicht anders handelte. Ich söhnte mich mehr mit ihr und auch mit mir selber aus.
Jedoch die Unruhe in mir wuchs. Eine mir schon lange bekannte Aufbruchstimmung machte sich weiter in meinem Inneren breit.
Es ist das Gefühl , dass sich alles verändert
Im April verlobte sich meine Tochter. Gleichwohl das keine wirkliche Überraschung war. Überraschend war nur der Zeitpunkt.
Heute wachte ich mit dem Gedanken auf, dass mein Leben ein einziges Chaos ist.
Das habe ich immer, wenn ein Lebensabschnitt endet und das andere noch nicht angefangen hat, oder ich nicht weiß wie es weitergehen wird.

Ich ging zur Arbeit und stellte fest, dass das "Haus für betreutes Wohnen" in dem ich tätig war und bin, nicht mehr in dieser Form existiert. Das erklärt natürlich vieles worüber man sich dort Gedanken gemacht hat. Warum Personal abgebaut wurde ( erst hieß es nur: sparen) Warum auch keine 1Eurojobber mehr angefordert wurden, wo man doch sonst gerne auf deren Hilfe zurückgriff. Warum immer weniger öffentlich Aktivitäten stattfanden.
Das "Haus für betreutes Wohnen" nennt sich nun "Haus mit Service und Nachbarschaft"
Ich bin ersteinmal platt. Der Service, wie zB die Pflege, musste schon immer extra bezahlt werden, ja und Nachbarschaft...??????die hat jeder. Diese Bezeichnung sagt gar nichts!
Mein Ehrenamt behalte ich noch, wobei die Betonung auf noch liegt
Und irgendwie stimmt es: Es löst sich mal wieder alles auf.
Bis jetzt stecke ich noch fest und weiß nicht wohin der Lebensweg mich führen soll.
Ich bin gespannt, was sich neues anbieten

Kommentare:

Hexe hat gesagt…

Wie seltsam, mir geht es ählich. Meine Gesundheit will nicht so wie ich, einen neuen Arbeitsplatz habe ich auch noch nicht gefunden und meine ehrennamtliche Tätigkeit ärgert mich momentan nur noch.

Ich spüre eine innere Unruhe so als ob Alles sich ändert.

Green Woman )O( hat gesagt…

Guten Morgen,
ojeh, das Gefühl kommt mir sehr bekannt vor. Mit Veränderungen und Fragen wie´s weiter geht habe ich momentan auch zu tun...
Solche grossen Umbrüche müssen wohl alle paar Jahre sein, weil wir uns sonst nicht weiterentwickeln könnten zu den Menschen, die wir tief drinnen sind.

Sonnige Grüsse vom Balkon
Petra :)

Anonym hat gesagt…

hallo:-))
na, da möchte ich mich auch einreihen..irgendwie fühl ich mich derzeitz auch net wohl,..es folgt neues..aber ich weiss auch noch nicht wohin es mich führt...hier scheint sich auch einiges ab zu beuane,sogar freundschaften...und ich bin unruhig,.unzufrieden(halt nur tagesstimmungen sind manchmal schön..für gewisse momente) ...will irgendwie weiter...weg...
gglg sendet dir sonnengewand^^v^^

Feona Malea hat gesagt…

Ich blicke Veränderungen positiv entgegen - es muss etwas zu Ende gehen, damit man endlich weiter gehen kann.

Ich bin mal gespannt wie das noch so sein wird ...

Aber die Unruhe kann ich gut verstehen.