Dienstag, 30. November 2010

Rueckflug ? Teil 1

Eigentlich sollte ich schon wieder zu hause auf meinem Sofa sitzen und Kaffee trinken, aber der Wettergott hatte anderes mit mir im Sinn.
Seit dem 24 November schneit es. Manchmal so heftig, dass man die andere Seite der Strasse nicht sehen kann.
Es war in der University of Aberdeen die erste Graduation Feier die im "Winter" stattfand. Für alle Gäste die wieder abreisen müssen eine Katastrophe. Auch für mich.
Die Schwester meines Schwiegersohns ist aus Venedig angereist und ich aus Düsseldorf. Wir sind beide bis Edinburgh geflogen und wurden dann mit dem Auto abgeholt. Ihr Rückflug ging aber, wenn auch am selben Tag, viel früher als meiner und darum beschlossen wir, schon am Vortag von Aberdeen nach Edinburgh zu fahren, dort zu übernachten und dann rechtzeitig am Flughafen zu sein.
Mein Schwiegersohn,seine Schwester, meine Tochter und ich, wir fuhren also los. Der Weg dauert normalerweise etwa 3 Stunden. Als wir eindrittel der Strecke - durch heftiges Schneetreiben -  hinter uns gebracht hatte, gerieten wir in einen Stau. Zwei Lkws hingen an einem Hügel fest und nichts ging mehr weiter. Wir standen und standen... insgesamt drei ein halb Stunden. Die Polizei versuchte alle Wagen immerwieder vom Schnee frei zu schaufeln. Fahre und Passagiere mussten zur Toilette. Man sah Menschen  immerwieder ihre Autos verlassen und dann in den Schneewehen am Straßenrand versinken,aus denen sie nach einer Weile frierend, aber erleichtert wieder auftauchten..
Als es weiter ging und wir in Dundee ankamen, beschlossen Eliza und ich, mit dem Zug weiter zu fahren. Wir hatten Angst, dass die Weiterfahrt für meine Tochter und ihren Mann  zu gefährlich wird. Der Zug wurde mit Verspätung  eingesetzt und war nicht geheizt. Statt warme, blies die Heizung eineinhalb Stundenlang kalte Luft. Wir waren durchgefroren als wir in Edinburgh ankamen. Dort nahmen wir den Bus zum Flughafen und wollten von dort ein Taxi zum B&B nehmen. Das ist der kürzeste Weg....dachten wir. Wir standen wieder in einer Schlange und warteten 90 Minuten um ein Taxi zu bekommen. Mittlerweile waren wir nass, halb erfroren und total fertig. Der Schnee ging in Matsch über und es bildeten sich riesige Pfützen. Gerade als wir in das Taxi steigen wollten, klingelt das Handy meiner Begleiterin. Elizas Vater hatte angerufen, sie war unkonzentriert und stieg ungewollt mit ihren  chiccen Wildlederstiefel in einem See. Sie gab einen Schwall von Flüchen und Verwünschungen in italienischer Sprache von sich und der Taxifahrer ( der das natürlich nicht verstand) rief immer nur: Willkommen in Schottland! Willkommen in Schottland! (grins)
Teil 2 unten

Kommentare:

Novemberkind hat gesagt…

meine Güte ihr armen, was habt ihr durchgemacht! heftig!
ich hoffe du hast dir in der kälte nichts weggeholt.
die stelle in deiner geschichte, mit deiner begleiterin, den nassen wildlederstiefeln, die italienischen verwünschungen und darauf der taxifahrer mit seinen "willkommen in schottland" fand ich dennoch echt zum lachen.
zumal euch ja nach allem anderen als nach einem willkommen war. *g*
das hat in dem ganzen dilemma doch auch seine Comic.
hach ne...ihr seid echt nicht zu beneiden gewesen.
ganz lieben gruß. bina

jasmin hat gesagt…

viele Grüße, es hat sich nett gelesen, aber ganz traurig diese Kälte und Unsicherheit und es spielt ja auch eine Angst mit, die Seele ist da unten und meißt folgt noch eine starke Erkältung nach, das Ende ließ ein kleines Lächeln zu, viele herzlich Grüße von Jasmin, Schnee möchte ich lieber nicht wünschen...

Meine Welt hat gesagt…

Jasmin@ viele kamen nicht weiter und es gab Menschen die wirklich ganz verzweifelt waren. Eine Erkältung scheine ich mir zum Glück nicht geholt zu haben. Jetzt fnde ich er Zuhause doppelt so schön.

Bina@ ich konnte auch singen: this is the worst trip I've ever been on :-)

Liebe Grüße
Elsbeth