Sonntag, 30. Juni 2013

Während in den letzten Jahren mein Leben in geordnete Bahnen verlief, schlagen in diesem Jahr die Wogen des Leben hoch.
Nach der wundervollen Hochzeit in Irland ist meine Schwester Gislinde für immer von uns gegangen. Sie hat eine große Lücke in der Familie hinterlassen. Aber wir trauern nicht nur, sondern erinnern uns auch an viele schöne Momente.
Ich versuche wieder in meinen normalen Alltag zurückzufinden und bewusst an glückliche Augenblicke zu denken.
Ich wollte etwas Positives schreiben. Alltäglich Begebenheiten humorvoll schildern. Doch das klappt noch nicht so ganz. Ich brauche noch etwas Zeit.

Freitag, 21. Juni 2013

Sommersonnenwende

Sommerfrische
Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.
Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil`s wohltut, weil`s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.
Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.
Joachim Ringelnatz
(1883-1934)

Mittwoch, 12. Juni 2013

Die Hochzeit

Die Hochzeit was nicht ganz so chaotisch wie die Probe. Oft hatte ich aber das Gefühl, nicht weit davon entfernt zu sein.  Dafür war sie individuell und außergewöhnlich.
Wir schafften es fast pünktlich an der Kirche zu sein. Nur 20 Minuten Verspätung.
Mein Sohn Alexander führte die Braut  als stellvertretender Brautvater in die Kirche und brachte sie zum Bräutigam.
Sandra, Alexander, Vincent
Es gab viele kleine Pannen, wegen der fehlenden Koordination ,die jedoch jedes Mal ein Lachen hervorriefen. Auf dem Altar standen drei Kerzen. Die rechte wurde von mir und die linke von Vincents Mutter angezüdet. Dann folge das feierliche Verprechen und das Anstecken der Ringe.
Danach zündeten die beiden die in der Mitte stehende Kerze an, wofür sie das Feuer der außensteheden Kerzen nahmen.
Es gab den Hochzeitskuss, Applaus und die Dokumente wuren unterzeichnet. 
Michaela, Jennie, Sandra, Vincent, Robert, Brian
Meine Tochter Michael und die Partnerin meines Sohnen Florian, Jennie waren die Bridesmaids.
Best man waren Vincents Brüder, Robert und Brian. 
Nachdem alle die Kirche verlassen hatten, viel Reis über das Brautpaar geworfen worden war, fuhren alle sechs mit der Fotografin zum Strand nach Lahinch. Die offiziellen Fotos habe ich noch nicht, aber ich kann ein Bild zeigen, dass die Lokalzeitung veröffentlicht hat.
 
 
Alexander mit Marianne,Michaela, Sandra mit Vincent, Brian
Im "The Falls Hotel" haben wir schon auf das Paar gewartet, wo sie als Mr. and Mrs. Cleary
announced wurden.  Es wurden Reden gehalten, Sekt getunken und es gab ein fantastisches Banquet.
Nachdem der Hochzeitskuchen angeschnitten und verteilt war, kam der erste Tanz und nach und nach ging man vom Walzer in die traditionellen irischen Tänze über.  
Die Stimmung war fröhlich ausgelassen bis spät in die Nacht.
Und natürlich wären wir nicht in Irland gewesen, wenn nicht auch diese Feier mit der irischen Nationalhymne geendet hätte.
Noch Tage später tanzte ich in Gedanken und sang die irischen Lieder.


Donnerstag, 6. Juni 2013

Irland / Vorbereitungen

Ich möchte euch mit dem nächsten Bericht nicht zu lange warten lassen. Bilder von der Hochzeit habe ich noch immer nicht, aber sie sind in Bearbeitung.
Inzwischen erzähle ich einfach weiter.
Einen Tag vor der Hochzeit waren wir bei den wundrevollen, über 200 Meter hohen Cliffs. Zu lange durfte der Aufenthalt jedoch nicht sein, denn wir mussten zur Kirche. Jetzt war Üben für den großen Tag angesagt. Wir sollten die ganze Zeremonie durchgehen, damit bei der Hochzeit jede wusste was er zu tun hat. Das Brautpaar hatte die kleine Kirche in Moy gewählt.  Noch fast eine Kapelle, aber mit einer Orgel. 
Kirche in Moy ohne Blumenschmuck



Die Bridesmaids betraten den Raum und ich lief hinterher. Die Organistin kam auf mich zu, hielt mich am Arm fest und sagte: "I'll tell you what to do. Der Choral ist seeehr lang. Du wartest am Eingang. Dann gehst du gaaaanz langsam den Gang entlang. Veeery slowly."
Ich sah die Frau verwundert an und dachte: Wovon redet sie?
"Ich weiß, du wirst sehr nervös sein, aber lauf gaaanz langsam."
Die beiden
Bridesmaids fingen an zu kichern und da begriff ich, dass die Organistin mich für die Braut hielt. - was für ein Kompliment !
Sie war nur schwer in ihren Erklärungen zu stoppen und als wir es endlich schafften meinte sie einfach: Okay, dann setze dich einfach hin. 

 Der Pfarrer kam. Ein kleiner Mann der in einem Tempo redete, wie nur Iren es können. Er erklärte jedem was er zu tun hatte, korrigierte sich, erklärte wieder neu, schob uns hin und her und verschwand genauso schnell wie er reden konnte.  Wir waren verwirrt und genaus schlau wie vorher und einigten uns darauf, dass wir, wenn wir nicht mehr weiter wissen, einfach stehen bleiben bis der Pfarrer uns erneut dirigiert.
 Andrew probiert den Mother of the Bride Hat an

Beim verlassen der Kirche fragte ich meinen zukünftigen Schwiegersohn, ob er bereit sei mich zu heiraten, aber das hatte er schon meiner Tochter versprochen. Die Frage brachte ihn irgendwie in Verlegenheit  ;-) Vielleicht hatter er auch angst, dass ich bei der Trauung rufe:
I object!  Er hat es mir verprochen. (lach) 
Fortsetzung folgt

Sonntag, 2. Juni 2013

Zurück aus Irland / Ankunft


Gestern bin ich bei stürmischen Wetter, mit einem Plumps wieder in Düsseldorf gelandet.
Die Reise war ein Abenteuer und ich bin voller
schöner Erinnerungen.
Während es hier regnete, empfing mich Dublin mit strahlendem Sonnenschein. Der 123 Meter hohe Spire blitze in der Sonne.
 Mein Sohn Alexander holte mich am Flughafen ab und wir fuhren mit dem Bus zur HeustonStation, wo wir die Bahn nach Ennis via Limerick bestiegen.
Während Irland sauberer, gepflegter und trotz Krise wohlhabender aussah als vor 12 Jahren, hat sich der Bahnhof Limerick nicht verändert. In Ennis holte uns der Vater meines damals noch zukünftigen Schwiegersohns ab.
Wir kannten uns natürlich und es ist schön Menschen von einst wiederzusehen.
 Er fuhr uns an die Westküste nach Miltown und Spanish Point. Dort wo die Spanische Armada einst unterging und wo meine Kinder die Schule besuchten.
Miltown Malbay Co.Clare


 Die Fahrt war etwas frustrierend, weil ich vieles nicht wiedererkannte. Es gab einzeln Bilder die in meinem Kopf waren, aber ich hatte vergessen, wie lang die Strecke dazwischen war und wie diese aussah. Doch ein gemütliches Holiday cottage wartete auf uns und die anderen Mitglieder meiner Familie. 
The Falls, Ennistymon Co. Clare

Schon bei der nächsten Spazierfahrt war es, als wäre ich nie fortgewesen. Die Menschen sind etwas älter geworden und die Kinder von damals erwachsen. Alle gaben sich ganz viel Mühe uns willkommen zu heißen und wir waren wieder zu hause. 
Lahinch, Co. Clare
Das Haus, in dem wir vor 12 Jahren gewohnt haben, sieht etwas kahl und ungepflegt aus. Aber damit habe ich abgeschlossen. Das Vorortsein und meine Lieblingsplätze zu sehen habe ich genossen.  
 
Cliffs of Moher

Eines, der für mich schönsten Plätze dieser Erde sind die Cliffs of Moher, die ich unbedingt wiedersehen wollte. Kein Foto kann die Großartigkeit wiedergeben.  Ich konnte mich kaum sattsehen und schwankte ständig zwischen Lachen und Weinen. 
Von der traumhaften Hochzeit und der ausgelassenen Feier berichte ich das nächste Mal. Als Mutter der Braut hatte ich keine Gelegenheit Fotos zu machen. Aber es wurde ständig fotografiert und ich warte darauf, dass man mir die Bilder mailt.

Also: Fortsetzung folgt.