Freitag, 30. August 2013

Bücher, Bücher, Bücher

Der Spätsommer ist wunderschön. Er zeigt sich von seiner besten Seite. Wer hält es da schon den ganzen Tag im Haus aus?  Ich sehnte mich danach in meinem Lieblings-Buchladen zu stöbern. Während ich vor fünf Jahre noch regelmäßig dort vorbei kam, muss ich heute - weil ich umgezogen bin - mit der Straßenbahn dorthin fahren. Aber egal. Heute wollte ich unbedingt dort hin.

Und das ist er. Nur ein kleiner Teil davon. Drei Etagen und einige Zwischenetagen, nur Bücher. Dazu eine gemütliche Cafeteria. Fast drei Stunden war ich darin verschwunden und bin in die Welt des bedruckten Papiers eingetaucht.
Außer einigen kleineren Büchern - das heißt normalUmfang - habe ich noch dieses Buch mitgenommen. 1070 Seiten Gruseln. Es wird ein Lesefest werden.
Nebenan ist die italienische Eisdiele, an der ich natürlich nicht vorbeigehen konnte.
Auf dem Weg nach Hause, stand, in der übervollen Straßenbahn, eine junge Frau auf um mir ihren Platz anzubieten. Och nööö... bin ich wirklich schon so alt? Dankend habe ich abgelehnt.





Freitag, 23. August 2013

Stories

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Heitere Geschichten von der grünen Insel Irland.

Ich möchte euch ein wenig von der Grünen Insel erzählen und von den Menschen, die auf ihr leben.

Irland ist das westlichste Land in Europa. Der Golfstrom fließt nah an der Küste vorbei und bestimmt das Klima. Die Sommer sind nie wirklich heiß und die Winter nie wirklich kalt. Dafür gibt es sehr viele Winterstürme. Dann scheint die Insel im Regen und Wasser zu versinken. Der Himmel und die Sterne scheinen näher zu sein als hier in Deutschland. Im Sommer sind sie zum Greifen nahe. Das liegt an der westlichen Lage und der Neigung der Erdachse.

Auch die Menschen sind anders. Sie sind naturverbundener und noch ursprünglicher als anderswo in Europa.

Rund fünfzehn Jahre habe ich dort gelebt und mit ihnen die Freuden und Leiden des Alltags geteilt und habe ihre kleinen menschlichen Triumphe gesehen und Tragödien miterlebt.

Erst nach meiner Rückkehr nach Deutschland, als ich das Leben dort mit Abstand betrachten konnte, wurde mir klar, wie sehr sich das Leben hier von dem Leben dort unterscheidet. Heute kann ich, was ich dort erlebt habe, mit einem Schmunzeln betrachten.
So habe ich die kleinen, humorvollen Geschichten, die mir dort widerfahren sind, aufgeschrieben. Die Namen habe ich geändert, jedoch die Geschichten sind wahr.

Dienstag, 13. August 2013

Sonntag, 11. August 2013

Auseinanderdriften

Seit vielen Jahren begleitet mich, mehr oder Weniger, eine Freundin durch mein Leben.  Wir sehen uns zwar nicht, aber in unregelmäßigen Abständen ist sie präsent.
Wir kennen uns aus einer Zeit, die für mich
die Zeit vor Irland heißt.  Ich lebte damals in den Alpen. Ich, in den deutschen, sie in den österreichischen.  Beide direkt an der Grenze, nur ein paar Kilometer voneinander entfernt. Irgendwann machte sie auf ihrer Wanderung mal Halt vor meiner Türe und so begann die Freundschaft.  Wir waren jung verheiratet, unsere Kinder wuchsen fast gemeinsam auf und wir verhielten uns, wie Freundinnen es eben tun.  Er gab nicht was wir nicht miteinander teilten - einschließlich Geheimnise.  Irgendwann änderte sich unser Leben.  Ich zog nach Irland, Sie trennte sich von ihrem Mann und auch meine Ehe hatte keinen Bestand. Aber egal was war, wir hielten Kontakt.  Die Freundschaft blieb.  Wenn wir uns nicht sehen konnten, telefonierten wir, oder schrieben Briefe.  Inzwischen bin seit 12 Jahre wieder in Deutschland. Die Freundschlaft dauert nun 30 Jahre.  Wir haben uns wiedergesehen, doch es war ein schwieriges Wiedersehen.  Sie ist inzwischen sehr schwer an Parkinson erkrankt und die Krankheit hat sie verändert.  Telefonieren geht fast gar nicht mehr, denn sie ist durch die Lähmung schwer zu verstehen.  Briefe mit der Schneckenpost werden auch nicht mehr geschrieben, aber sie hat, genau wie ich, einen Computer und das Internet.  So schreiben wir uns ab und zu Mails.  Jedoch entstehen immerwieder große, zeitlich Lücken.  Sie sind bedingt durch Krankenhausaufenthalte ihrerseits und andere Widrigkeiten meinerseits.
Wenn ich zu lange nicht geschrieben habe, pocht mein Gewissen und sagt mir: "Sie ist krank und war immer für dich da".  Jedoch ist es schwierig.  Ihr Denken dreht sich naturgemäß um ihre Krankheit und so gibt es kaum andere Themen. 
Im letzten 3/4 Jahr kam ich kaum dazu ihr zu schrieben.  Nur ein paar kurze Grüße habe ich ihr geschickt , und wieder plagte mich das Gewissen.  Jetzt habe ich ihr wieder geschrieben.  Ich habe ihr von meiner Reise nach Irland berichtet und ein paar Bilder von der Hochzeit gesendet, denn sie kennt meine Kinder aus der Zeit, als die noch Kinder waren.  Eine Woche habe ich gewartet und dann kam die Antwort.  Sie freut sich natürlich, dass ich geschrieben habe und auch  über die Bilder.  Berichtet sehr wenig über sich, aber um so mehr über ihre Kinder und Enkelkinder.
Viele, viel Fotos und Videos kommen bei mir an und ich weiß nicht was ich dazu sagen soll. Flachsblonde, hübsche Kinder sind ihre Enkel.  Sportliche, Hochtrainierte junge Familien sind auf Bilder und Filme zu sehen.  Der Enkel springt im Alter von 10 Jahren vom  Zehnmeterbrett in Schwimmbecken.  Sie alles laufen Ski, wandern, und die Erwachsenen , männlich wie weiblich, wirken wie Muskelprotze.
Ich hatte es schon bei meinem Besuch vor drei Jahre gemerkt und sehe es auch in ihrer letzten Mail, das Sport dort großgeschrieben wird und sehr wichtig ist.
Jetzt stehe ich vor dem Dilemma nicht zu wissen, was ich ihr antworten, Beziehungweise, wie ich darauf reagieren soll.  Natürlich ist sie zurecht auf ihre Familie stolz, aber ich kann mit einer Welt des Sports und mit Gipfelstürmer nicht viel anfangen.  Es ist nicht meine Welt.
Wir leben viel lieber mit Bücher und viel Wissensdrang.  Was also schreibe ich, ohne es hohlklingen zu lassen?
Ja... schön... sehr nett... ich gratuliere... ganz toll... kannst stolz sein...
Stimmt alles!  Aber warum hört sich das in meinen Ohren so unehrlich an?
Wir sind Freundinnen, weil weil wir uns mochten.  Wir mögen uns noch immer, aber unsere Welten sind auseinander gedriftet. Es sind keine Gemeinsamkeiten mehr da.