Dienstag, 24. Juni 2014

Sommer ist Hortensienzeit

 Aquarell DinA5
Ein Bild das ich schon vor ein paar Wochen gemalt habe und nun wieder fand


Dienstag, 17. Juni 2014

Aufregende Tage


Leben und Malen ist der Untertitel meines Blogs, was in gewisser Weise auch stimmt.  Ich lebe im zweiten Stock. Doch obwohl Isabelle Alles nicht so wichtig  mir zwei wunderschöne Bücher über Malerei geschenkt hat und ich ziemlich inspiriert war, kam das Malen bei mir in letzter Zeit viel zu kurz. Dafür aber hat das Leben getobt.
Okay, ich bin seit einiger Zeit einwenig blogfaul aber jetzt gibt es doch so einiges zu berichten.
Mein Schwiegersohn Edoardo kam Pfingstmontag mich besuchen. Er arbeitet für die Schottischen University of Aberdeen und musste in deren Auftrag zu einer Konferenz in die Kölner Universität. Einen Flug hatte er bis Düsseldorf gebucht. So holte ich ihn vom Flughafen ab und wir verbrachten einen netten, und sehr heißen Tag in der Düsseldorfer Innenstadt. Es hat ihm beim letzten Mal auf der Rheinpromenade so gut gefallen, dass er wieder dorthin wollte.
Wir haben uns einen schattiges, aber trotzdem warmes Plätzchen dort gesucht, denn bei 33 Grad ist es überall warm.  Aber ein Eis machte es wieder gut.
Wir spazierten durch die Altstadt wo wir Schatten und Kühlung im Schutz der Häuser suchten. Einwenig planlosirrten wir herum, bis wir zum Brauhaus Im Füchschen kamen.
Es war doch spät geworden und wir hatten Hunger. Außerdem träumte  Edoardo seit Tagen von einem Schnitzel und Bier. Dort wurde ihm der Wunsch erfüllt. 
Anschließend habe ich ihn zum Bahnhof und zum Zug nach Köln gebracht.  
Er hatte dort gerade sein Hotel erreicht, als der Sturm in losbrach. Ich war gerade eine Stunde wieder zuhause als sich der Himmel bezog und die ersten Blitze zuckten.
Der Sturm hatte sich als Zentrum Düsseldorf ausgesucht und er wütete wie ich es noch nie gesehen habe. Äste flogen durch die Luft, von allen Seiten hört man Geschepper und Klappern, Bäume borgen sich und brachen.

Der Flugverkehr wurde eingestellt. Windgeschwindigkeiten bis 150kmh wurden gemessen. Ich habe schon viele Stürme in Irland, an der Atlantikküste, miterlebt und darunter auch welche mit höheren Geschwindigkeiten und wäre es nur der Wind gewesen, hätte es mich auch nicht besonders beeindruckt, jedoch das unaufhörliche Blitzen über meinem Kopf, das kaum Zeit für den Donner ließen war unheimlich. Der angerichtete Schaden war gewaltig.
Das ganze Ausmaß sah man erst am Morgen danach. Bäume entwurzelt, Autos reihenweise plattgedrückt, Straßenbahnen, S-Bahnen und Züge konnten nicht mehr fahren. Polizei, Feuerwehr und ehrenämliche Helfer waren im Einsatz.
Viel Menschen saßen irgendwo fest und kamen nicht mehr weiter. Mein Sohn Christian gehörte zu ihnen. Er schaffte es erst am Freitag wieder zu seinem Arbeitsplatz zu fahren und Edoardo saß in Köln fest.
Der musste aber am Donnerstag wieder zurück nach Düsseldorf um das Flugzeug nach Aberdeen zu bekommen. Die Ersatzbusse waren überfüllt. Also fuhr mein Sohn Martin mit einem Kollegen nach Köln um ihn abzuholen. Für eine Strecke die man sonst in einer 3/4 Std. schafft, brauchten sie auf der verstopfen Straßen 3 1/2 Std. Aber es wurde geschafft und Edoardo hat jetzt eine einmalige Erinnerung.
Auch ich bin glimpflich davon gekommen. Nur mein Internet ging für ein paar Tage nicht. 
Am Sonntag waren hier Stichwahlen und ich war wieder Wahlhelferin. Diesesmal ging alles glatt und ohne Gemecker. Die Wahlbeteiligung war noch geringer als beim letzten Mal.
Ein kleines, altes Mütterchen kam zu mir und fragte mich, ob ich von der Stadtverwaltung sei. Ich antwortete wahrheitsgemäß, dass ich eine Ehrenamtliche bin. Sie meinte daraufhin: 
Ach... das ist aber nett. Dann haben Sie ja die ganzen Bäume und Äste weggeräumt.