Freitag, 10. Februar 2017

Mindfulness im Alltag

Ganz in meiner Nähe ist eine kleine Bibliothek, die ich ab und zu aufsuche. Sie liegt an einer Kreuzung, die für den Autoverkehr schon seit langer Zeit gesperrt ist. Die Bauarbeiten ziehen sich hin. Nun ist dort eine Fußgängerampel die nicht abgeschaltet wurde und so bleiben die Leute, obwohl gar kein Auto kommen kann stehen und warten auf das grüne Licht.

Vor einiger Zeit war ich dort und weil ich es ein bisschen eilig hatte und kein Auto weit und breit zu sehen war(war ja auch nicht möglich), und auch kein anderer Fußgänger da war, bin ich natürlich über die Straße geflitzt. Kurz bevor ich an der anderen Seite ankam, bog ein Mann um die Ecke. Er war groß und von gewichtiger Gestalt. Mit dunkler Stimme sage er umheilschwangernd: "Sie sind bei ROT über die Ampel gegangen. Bleiben Sie mal stehen ich bin vom Ordnungsamt."
Zu der Zeit übte ich mal wieder AchtsamkeitsMeditation und hatte beschlossen mich nicht aufzuregen, oder mich auf einen Streit einzulassen. Also holte ich tiiiiief Luft, dreh mich um und lächelte.
Der große, gewichtige Mann fing an in seiner Hosentasche zu kramen. Ich vermutete dass er nach einem Ausweis suchte. In der viel zu engen Jeans über der sich ein sehr rundlicher Bauch wölbte fand er aber nur ein ein gebrauchtes, unappetitliches Taschentuch das er herauszog. Das war's! Ich zuckte mit den Schultern, lächle noch immer und ging.  

Eine Weile später hörte ich ihn hinter mir her brüllen: Das machen Sie nicht noch einmal mit mir!
Ich ging weiter und dacht mir: Hoffentlich bekommt der Gute keinen Herzinfakt.

Ein paar Tage später, wartete ich Zuhause auf den Paketboten und es klingelte. Ich öffnete die Türe und drückte auf den Summer, der die Haustüre öffnen soll. Gleichzeitig tat eine meiner Nachbarinnen das Gleiche."Hat es bei Ihnen auch geklingelt?", fragte sie mich. " Mein Sohn kommt." Obwohl ich schon ziemlich lange hier wohne, hatte ich den Sohn noch nie gesehen.

Zwei Männer kamen die Treppe hoch - der Sohn und dahinter der Paketbote. Der erste Mann schnaufte und pustete und als er endlich im zweiten Stock ankam, erkannte ich ihn wieder. Ich war verblüfft und mir rutschte, an meine Nachbarin gewandt heraus: Ach...das ist Ihr Sohn?

Der große, gewichtige Mann, war am obersten Treppenabsatz angekommen, sah mich und bekam Schnappatmung. Dann stürzte er in die Wohnung seiner Mutter und knallte laut die Türe hinter sich zu.
Es ist schon ein paar Wochen her und ich wundere mich noch immer, dass man Mensch "ohne etwas zu sagen" so aus der Fassung bringen kann. Oder war es mein Lächeln?
Namaste

Freitag, 3. Februar 2017

Lichtmess - Imbolg - Briged's Day

Lichtmess - Imbolg - Briged's Day
Das Ende der Weihnachtszeit. Die Kerzen fürs neue Jahr werden geweiht. Ein neues Bauernjahr beginnt. 

 

So sehr man auf Weihnachten gewartet hat, so leid bin ich jetzt den Winter. Dabei haben wir den Februar noch vor uns.
Mir fehlt es an Schwung. 
Die Wetterfühligkeit steckt mir in den Knochen , also verbringe ich die meiste Zeit im Haus.
Ich muss ja auch nicht, wenn ich nicht will, sage ich mir immerwieder. Aber eigentlich will ich raus nur das Wetter ist nicht danach.
Also versuche ich die Tage nützlich zu verbringen. 



Ich starte ein paar Versuche mit Acrylfarben ( ein Weihnachtsgeschenk)
Aber es ist eben noch ein Versuch. So ganz glücklich bin ich mit dem was ich mache noch nicht. Aber es erinnert an den Sommer.
Auch an meinem Kinderbuch arbeite ich weiter.


 Ihr erinnert euch an Henriette Regenwurm? 
Inzwischen hat sie Ursula die Fliege kennengelernte.

Zwischendurch räuchere ich. Das soll die Stimmung heben.  Angenehmer Duft zieht durch meine Wohnung "im zweiten Stock"
 
Und auch die Tage sind schon wieder etwas länger. 
Die ersten Schneeglöckchen blühen in den Vorgärten ,und wenn die Sonne durch die Wolken kommt, sind alle Farben schon wieder etwas intensiver. 
Oder bilde ich mir das nur ein